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Sonntag, 31. Juli 2011, 00:15

Nur eine ganz "normale" Beschneidung...von Jungen

Zitat

wie gesagt war das Ausziehen und Herzeigen für mich absolut nicht das Problem. Ich zog dort unter dem Blick eines freundlichen Arztes mit heruntergelassener Hose selbst meine Vorhaut hinter die Eichel zurück und ließ mich wieder begutachten. Zu meiner Riesenfreude urteilte der dortige untersuchende Arzt, man solle doch warten, er sehe KEINE NOTWENDIGKEIT für eine Operation!!! Meine Mutter durfte sofort und unmittelbar vom Zimmer aus meinen Vater im Dienst anrufen um ihm die Frohbotschaft mitzuteilen. Doch meine Freude und Erleichterung war nur von kurzer Dauer, denn ich erlebte das Gespräch mit und musste erfahren, dass mein Vater außer sich war erstens über die nochmalige Untersuchung überhaupt, und schon gar, weil alle Termine für den Eingriff schon fix fertig geplant gewesen waren.

Das war es dann also, wie schon geschildert, die nötige Widerstandskraft fehlte mir in jenem Alter, und ich ließ das nun Kommende zerknirscht über mich ergehen.


Zitat

Als mittlerweile Vater musste ich nunmehr herausfinden, dass der Großteil der Beschneidungspropaganda überhaupt aus fundamentalistisch-religiösen Ländern wie einerseits z.B. den islamischen kommt und andererseits ganz besonders aus den prüde-puritanischen USA. Überall dort ist natürlich Eigenmanipulation am Genital oder gar Masturbation schlimmste Sünde und der junge Mann soll und kann dort nicht durch wiederholtes Masturbieren seinen Körper kennen lernen und eventuell zu enges Gewebe damit über die Jahre hindurch von vornherein mitdehnen. Das „sündige Stück“ wird am besten weggeschnitten.

Was für mich das Leid zuallerletzt sogar verdoppelt, ist, dass es offenkundig auch heute noch schwarze Schafe unter den MedizinerInnen gibt, die weiterhin ihren fragwürdigen Vorlieben, bei Knaben krampfhaft nach Phimosen zu suchen, frönen. Solange, bis sie wieder die Genitalien eines Buben auf dem Operationstisch vor sich haben und diese wie bislang straflos manipulieren und gar mit dem Messer malträtieren können, weil ja unter „medizinischem“ Vorwand. Dieser Schluss drängt sich mir auf, wenn ich davon höre, dass in Österreich im Pubertätsalter bereits zwischen 10 und 14% der Buben beschnitten sein sollen, in Schweden dagegen nur 2%. Ich gehe nicht davon aus, dass österreichische Knaben eine andere, schlechtere Genetik hätten, sodass bei uns dieser die Würde des Minderjährigen verletzende Eingriff nötig wäre.


Nur eine ganz "normale" Beschneidung...

Wie ist denn Eure meinung dazu? Habt ihr Eure Jungen beschneiden lassen oder würdet ihr es machen lassen?

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Freitag, 2. November 2012, 15:10


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Mittwoch, 6. März 2019, 21:50

Wenn ich einen Jungen hätte, würde ich ihn nicht (freiwillig) beschneiden lassen. Es ist letzten Endes eine OP und wie jede OP birgt sie das Risiko, dass etwas schief läuft (z.B. dass etwas zu viel weg geschnitten wird) Auch erfahrene Beschneider sind nur Menschen, die auch Fehler machen. Auch wenn nur ein paar Prozent der OP's schief laufen, die Auswirkungen sind gravierend und ein Leben lang anhaltend.

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